24.03.2005

Nun sind sie schon wieder 2 Wochen alt.
Eigentlich wollte ich längst schon mehr berichtet haben, aber die letzte Woche stand vor allem im Zeichen von Canto (Siehe auch unter "Aktuell". Ausserdem war endlich etwas wärmes Wetter, die Sonne schien, auch der letzte Schneeberg ist weggeschmolzen und ließ einen völlig verwahrlosten Hofbereich zurück. Bevor nun der nächste Regen kommt und die Welpen beginnen die Welt ausserhalb der Wurfkiste zu erobern, muss auch dort alles in Ordnung sein.
Pia geht es diesmal sehr gut, sie ist eifrig dabei und versorgt alle sehr gelassen und sehr regelmäßig. Wir brauchen keinen Wecker mehr, zur Erinnerung an die Kistengänge.
Pünktlich am 12. Tag waren alle Augen auf und sie sahen. Damit war auch die Quengelzeit vorbei und sie sind wieder klar mit der Welt.
Fast unmerklich ändern sie ihre Aktivitäten in der Kiste. Sie nehmen wahr, untersuchen, kosten, begrüssen und nehmen Kontakt auf. Alles erst noch in Zeitlupe und miteinander.
Meist schon zwei Tage später geht das Lauftraining los. Sie eiern durch die Kiste, auf vier Beinen, und wie bei Kindern, wenn schnell gehen soll, fangen sie wieder an zu robben. Aber gestern war auch das endgültig vorbei. Jetzt wird schon gezielt von einer Ecke in die andere "gerannt", um sich zum Beispiel an dem "Sandwich-Spiel" zu beteiligen, d.h. alle bilden einen Berg, der letzte krabbelt oben rauf, der Berg bricht qietschend zusammen und alles geht von vorne los.
Gestern abend, während sie zwischen 18:00 und 20:00 Uhr schliefen- muss eine Fee gekommen sein, die sie mit einem "Schwupps" in Hovawarte verwandelt hat.
Als ich nach ihnen sah und dafür in der Tür stehen blieb, saßen alle schon erwartungsvoll in der Kiste, einer kläffte, alle sahen Richtung Tür und als sie mich sahen, ging ein Gekläffe und Geknurre aus 8 kleinen Welpenmäulern los, was Gilan mit einem "Kläff-Sprung-vor", krönte.
Nun sind sie keine Babies mehr.
Kein Wunder, sie sind ja jetzt schließlich auch schon 16 Tage alt.
Wenn die Augen geöffnet sind und sie sofort mit dem Lauftraining anfangen, fangen sie auch an, sich alleine zu lösen. Das ist oft erst einmal etwas chaotisch, denn auch das will gelernt sein. Sie eiern 50 cm weg von den anderen, und setzen mit viel Getöse ihren ersten Breihaufen, noch voller Wurmeier (entwurmt wird erst mit 14 Tagen) irgendwo in die Kiste, der nächste watschelt rüber und kippt meist genau an der Stelle um.
Nun fängt's an zu stinken und die wäscheintensivste Zeit hebt an.
Ich lasse die ganze Zeit, in der die Welpen sich in der Kiste lösen, Laken auf den Vetbeds, damit ich sie regelmäßig schnell wechseln kann. Erst wenn die Welpen zum lösen die Kiste verlassen, kommen die Laken weg. Die Laken kann ich in die Kochwäsche schmeißen und ich versuche tunlichst zu vermeiden, dass sie gegenseitig in ihre Breihaufen fallen, schon um Infektionen oder mögliche Ansteckungen zu verhindern.
So habe ich es eigentlich bei den letzten drei Würfen immer geschafft, die Ausbreitung von Durchfällen zu vermeiden, falls sie mal bei dem einen oder anderen auftraten. In die Waschmaschiene gehen vier Laken, aber nur ein Vetbed.
Hinzu kommt, dass Pia sich- mit Recht- weigert, eine vollgekackte Kiste zu betreten. Inzwischen hab ich auch schon den Trick raus, wie man Laken wechseln kann, ohne die Welpen zu wecken oder umzubetten. Das geht :-)
Auf diese Weise recht es, wenn ich nur 1 x täglich das Vetbed wechsle.
Viele machen die Sauberkeitserziehung in der Kiste mit Zeitungspapier. Ich halte davon nicht so viel, denn da sie alles anfressen, machen sie auch vor Zeitungspapier nicht halt und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Druckerschwärze heute gesünder ist, als noch vor 20 Jahren und da war sie einfach bleihaltig.